Wir über uns
Die anonyme Krisen- und Übergangseinrichtung PAPATYA wurde 1986 gegründet und feierte 2006 ihr 20-jähriges Bestehen.
PAPATYA bietet Schutz und Hilfe für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.
Wir sind ein interkulturelles Team von türkischen, kurdischen und deutschen Sozialpädagoginnen und einer Psychologin, die die Mädchen rund um die Uhr betreuen.
Die Kriseneinrichtung PAPATYA nimmt Mädchen im Alter von 13 bis 21 Jahren auf, die Aufnahme in die Einrichtung erfolgt nach § 42 KJHG.
Die Mädchen können für eine Übergangszeit von bis zu 2 Monaten, in Ausnahmefällen auch länger bei uns wohnen.
In Zusammenarbeit mit den Jugendämtern und anderen Institutionen entwickeln wir, gemeinsam mit den Mädchen, eine individuelle Lösung ihrer familiären Probleme und eine weitere Lebensperspektive. Das kann die Rückkehr zu Eltern oder Verwandten, eine Unterbringung in einem Heim, einer WG oder einer einzelbetreuten Wohnung innerhalb und, wenn nötig, auch außerhalb Berlins sein.
Wer kann sich an uns wenden?
Mädchen, die eine sichere und anonyme Zuflucht brauchen weil sie:
von ihren Familien unter Druck gesetzt werden, z.B. durch Ausgangs- oder Schulverbote
von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind
von Gewalt im Namen der Ehre betroffen sind
schwanger sind
unter Misshandlungen und/oder sexueller Gewalt leiden
befürchten in ihr Herkunftsland geschickt zu werden
Alle, die in ihrer Arbeit mit dieser Problematik konfrontiert sind und Information und Beratung suchen
Was bietet PAPATYA?
Schutz - PAPATYA bietet verfolgten Mädchen einen geschützten Raum, an dem sie die notwendige Ruhe zum Nachdenken und Schutz vor Bedrohung und Verfolgung finden. Zu diesem Zweck halten wir unsere Adresse und Telefonnummer geheim.
Unterbringung und Versorgung – Wir bieten acht Mädchen in Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern eine Unterbringung in familiärer Atmosphäre. Mädchen die überstürzt von Zuhause weglaufen mussten, werden von uns mit allem Notwendigen versorgt. Unsere Hauswirtschafterin kümmert sich um das leibliche Wohl der Mädchen und gestaltet gemeinsam mit dem Team einen strukturierten Tagesablauf in der Kriseneinrichtung.
Konfliktlösung - Wir unterstützen die Mädchen in der Auseinandersetzung mit ihrer Familie, vermitteln zwischen den am Konflikt beteiligten Personen und bemühen uns um eine kontinuierliche, dem Einzelfall angemessene Beratung und Betreuung.
Perspektive - Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Unterstützung der Mädchen bei ihrer weiteren Lebensplanung. Dies beinhaltet je nach Einzelfall auch die Hilfe bei ausländerrechtlichen Angelegenheiten, die Weitervermittlung an Beratungsangebote anderer Organisationen und Hilfe bezüglich der Entwicklung schulischer bzw. beruflicher Perspektiven. Kann keine familieninterne Lösung gefunden werden, begleiten wir die Mädchen bei der Suche nach einer geeigneten, dauerhaften und wenn nötig auch anonymen, Wohnmöglichkeit.
Die Kontaktaufnahme erfolgt über:
JUGENDNOTDIENST |
| Mindener Straße 14 |
| 10589 Berlin-Charlottenburg |
|
| Telefon +49 (0)30 - 61 00 62 |
MÄDCHENNOTDIENST |
| Telefon +49 (0)30 - 61 00 63 |
und/oder die zuständigen Jugendämter der Bezirke
Spendenkonto Türkisch Deutscher Frauenverein e.V. |
| Konto-Nr. 33 478 00 |
| BLZ 100 205 00 |
| Bank für Sozialwirtschaft |